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ZEITTHEMA

Jede Schule hat die Möglichkeit, über insgesamt 6 Lektionen - sogenannte Schullektionen - frei zu verfügen. In Hofwil verwenden wir 4 dieser Schullektionen für ein Fach, das wir neu konzipiert haben, das ‚ZeitThema’. Vier Lektionen en bloc, ein packendes, zeitnahes Thema, die Beteiligung von mindestens zwei Fächern, der Schritt in die Wirklichkeit ausserhalb der Schule - diese Grundsätze zeigen bereits, welche Absichten wir mit dem ZeitThema verfolgen. Hinzu kommt, dass dem selbstgesteuerten projektartigen Lernen hier eine grosse Bedeutung beigemessen wird. So schaffen wir auch im stundenplangebundenen Unterricht eine „Lerninsel“, die viel Raum für Vertiefungen und für selbstständiges Arbeiten bietet.
Zwei Kurse aus den insgesamt fünf Angeboten wählt jede/r aus, unterrichtet wird während zwei Semestern in der Sekunda und in der Prima.

Aktuelle Angebote:

  • Körper
  • Kultur und Kulturen
  • Vom Wandel in Kultur und Gesellschaft
  • Nachhaltigkeit bei Bauprojekten
  • Das Medium Film

In diesem Kurs setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Körperidealen und Körperbildern auseinander. Welche Konsequenzen ergeben sich zum Beispiel aus den aktuellen Körperidealen? Wie manipulieren Menschen ihren Körper? Was haben Schönheitsmerkmale mit der Gesellschaft zu tun, in der sie sich durchsetzen konnten?
Lehrkräfte der Fächer Biologie, Sport und Bildnerisches Gestalten konzipieren und unterrichten diesen Kurs gemeinsam. Aspekte der Gesundheit, aber auch der bewussten Veränderung des Körpers rücken dabei ins Blickfeld. Mit den Mitteln der Gestaltung und Kunst werden eigene Wahrnehmungen festgehalten, die Teilnehmenden experimentieren mit Darstellungsformen und lernen Kunstpositionen kennen, in denen der Körper zentrales Thema ist.

    Das eigene, das Andere, das Fremde?
    In unserer heutigen Gesellschaft sind verschiedene kulturelle Traditionen gleichzeitig wirksam. Wir untersuchen diese Kulturdurchmischung auf ihre Auswirkungen im Alltag. Wir knüpfen Kontakte zu Menschen anderer Kulturen und beschäftigen uns mit den bereichernden, aber auch problematischen Beziehungen zwischen den Kulturen. Dabei stossen wir auf spannende Fragen:
    Was ist eigentlich unser „Eigenes“? Muss das „Andere“ auch immer „fremd“ sein? Wie begegnen wir dem „Fremden“?
    In diesem Kurs treffen Ansätze aus den Fächern Religion, Philosophie und Musik aufeinander. Dadurch entstehen unterschiedliche Zugänge zum Thema, die aber miteinander in Wechselwirkung stehen. Wir arbeiten sowohl in der der Kursgruppe als auch in frei gewählten Projektgruppen. Wir besuchen Menschen aus anderen Kulturen und werden von ihnen besucht - z.B. Besuch eines Asylzentrums, eines Hindutempels oder Musizieren unter der Anleitung von Musikern aus anderen Kulturen.

      »Wie ist es dazu gekommen, dass wir so denken, fühlen, reden und leben? Es hätte auch anders kommen können, es liegt in unserer Kultur keine Zwangsläufigkeit«

      (Peter Bieri, NZZ am Sonntag 6.11.05)

         

        Wir stellen die Frage nach den entscheidenden Kräften hinter den Entwicklungen der vergangenen 50 Jahre. Welches sind die Impulse, die eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung gelenkt, die möglicherweise ein Umdenken in Gang gesetzt haben? Welche Impulse gaben die Raumfahrt, die 68er Bewegung, die Ölkrise 1974, die Umweltbewegung der 1970er Jahre, der Zusammenbruch des Ostblockes 1989/91? Aktuell sehen wir uns mit einer noch nie da gewesenen und weltweiten Verknüpfung konfrontiert, mit der Globalisierung. Wo hat sie ihren Ursprung? Wo führen uns diese Entwicklungen hin?
        Diesen Kurs leiten Lehrkräfte der Fächer Geschichte und Geographie, gelegentlich kommen Kollegen aus der Musik und aus der Physik hinzu.

          Was bedeutet Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Architektur? Wie entsteht ein nachhaltiges Gebäude? Wie nehmen ganzheitliche Strategien Einfluss auf die energietechnische, verkehrstechnische, ökologische, ökonomische, soziale und gestalterische Planung?
          Der Kurs ist ein Teamprojekt zwischen den Fächern Biologie, Bildnerisches Gestalten und Geographie. Im Zentrum der Kursarbeit steht eine Entwurfsaufgabe. Sie umfasst einen architektonischen Modellbau, der so geplant werden soll, dass nachhaltige und gestalterische Gesichtspunkte gleichermassen zum Zuge kommen. Wir besichtigen Bauten und Projekte, die einen Zusammenhang mit dieser Aufgabe haben und besprechen mit Architektinnen und Architekten und weiteren Fachpersonen die entstehenden Entwürfe.

            Ist es wirklich notwendig zu lernen, wie man einen Film versteht? Offensichtlich kann jeder, der nur ein wenig intelligent und mehr als vier Jahre alt ist, den Inhalt von Filmen – mehr oder weniger – ohne besondere Ausbildung in den Grundzügen verstehen. Doch gerade weil die Medien die Realität so genau nachbilden, nehmen wir sie eher einfach auf, als dass wir sie verarbeiten. Filme haben in den letzten Jahrzehnten die Art, wie wir die Welt – und uns selbst – sehen, drastisch verändert; dennoch akzeptieren wir die Unmengen von Information, mit denen sie uns überhäufen, ohne zu fragen, wie sie uns vermitteln, was sie uns vermitteln. Diese Einführung ist ein Versuch, diesen Prozess – auf mehreren Ebenen – verständlich zu machen. Im Team arbeiten ein Deutsch- und ein Geschichtslehrer.
            Wir fragen zum Beispiel: Was sind gute, was sind schlechte Filme? Was sind Genres und welche Funktion haben sie? Wie ist ein gutes Drehbuch aufgebaut? Wie gehen Schauspieler an ihre Rollen heran? Wie vermarktet Hollywood Filme? Wie erzählt der Film? Wie ist die Bildgestaltung (Mise en Scène)? Was ist eine Montage?