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ERGÄNZUNGSFÄCHER

 

Von der Sekunda an belegen alle ein Ergänzungsfach, das aus einer Palette von neun bis zehn Fächern ausgewählt werden kann. Das Angebot richtet sich an den Interessen der Schüler/innen aus. Phasenweise wird das Ergänzungsfach jahrgangsübergreifend unterrichtet.

Wahlmöglichkeiten /Einschränkungen:

Ergänzungsfach und Schwerpunktfach dürfen nicht identisch sein.
Die Wahl der Schwerpunktfächer Bildnerisches Gestalten oder Musik schliesst die Wahl der Ergänzungsfächer Bildnerisches Gestalten, Musik und Sport aus.

Während das Grundlagenfach Mathematik die Schülerinnen und
Schüler vor allem mit den zentralen mathematischen Techniken, wie algebraische Umformungen, Differenzieren, Integrieren usw. vertraut macht, steht im Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik die Frage nach der konkreten Verwendung, dem Einsatz mathematischer Verfahren im Vordergrund.
Der Unterricht soll anhand konkreter Beispiele dazu anleiten, Probleme verschiedener Sachgebiete zu erfassen und zu mathematisieren.
Das heisst, es geht darum, Mathematik als universale Sprache kennen und anwenden zu lernen.

    Mit dem Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten vertiefen wir die Grundlagen der bildnerischen und räumlichen Gestaltung, indem wir den Fokus auf die Bereiche der angewandten Gestaltung in Design, Mode, Architektur und Visueller Kommunikation richten  und im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung mit der Kunst des 20./21. Jahrhunderts und Werken zeitgenössischer Kunst eigene Projekte im bildnerischen, räumlichen, szenischen und medialen Kontext gestalten.

    Voraussetzungen
    Ein Interesse am Gestalten sollte man auf jeden Fall mitbringen. Wer gern von sich aus gestalterisch arbeitet, ausserdem geistig beweglich und neugierig ist, der kann hier eine befriedigende ergänzende Herausforderung finden. Die Bereitschaft zum Engagement und ein Interesse an den Bereichen Design, Mode, Architektur und Visueller Kommunikation sowie an der modernen und zeitgenössischen Kunst sind ebenfalls wichtige Grundlagen.

    So arbeiten wir
    Der Unterricht thematisiert zu gleichen Teilen Themen der angewandten wie der freien Kunst.
    Wir besuchen während drei Tagen gemeinsam Basel, die Stadt mit dem dichtesten Kunst- und Museumsnetz in Europa. Und schliesslich schulen wir unsere Wahrnehmungs- und Urteilskraft im Dialog mit zeitgenössischen Gestalterinnen und Gestaltern oder an Werken aus vergangenen Epochen. In der Prima erfolgt eine individuelle Vertiefung in einem Kunstbereich mit Recherche und künstlerischem Projekt.
    Projekt

    Projekt "Dachlatten"

      Im Ergänzungsfach Biologie befassen wir uns mit biologischen Themen und Problemen, die im Grundlagenfach-Unterricht nicht oder nur oberflächlich behandelt werden.
      Der Unterricht soll unter anderem dazu dienen, die Natur bewusster wahrzunehmen und im Umgang mit Einzelorganismen und Lebensgemeinschaften Neugierde und Entdeckerfreude zu wecken - zum Beispiel auf einer Amphibienexkursion.
      Eine fragend-experimentierende Annäherung und Kenntnis von Systemzusammenhängen in der Natur sollen zu einem vertieften Verständnis der Lebewesen und einem vielschichtigen Zugang zum Phänomen Leben führen.
      Als Vorbereitung auf ein Studium aus den Bereichen Biologie, Medizin, Biochemie etc. werden biologische Arbeitsweisen bei praktischen Arbeiten im Schullabor, auf Exkursionen und in einer Blockwoche verstärkt eingeübt.

        Im Ergänzungsfach Chemie setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit chemischen Themen und Problemen, die im Grundlagenfach-Unterricht nur oberflächlich behandelt wurden, ausführlicher auseinander. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, anspruchsvolle chemische Zusammenhänge zu verstehen, zu interpretieren und zu diskutieren. Es werden naturwissenschaftliche Fragen aufgegriffen und diese selbständig mit Fachtexten unter Einbezug moderner Medien bearbeitet. So entstehen in Einzel- und Teamarbeit kleinere Projekte, die eine vertiefte fachliche Kompetenz zur Folge haben.
        Um der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise der Chemie näher zu kommen, wird aufbauend auf das Grundlagenfach ein erweiterter Grundstock chemischer Kenntnisse erarbeitet. Dieser umfasst unter anderem die bessere Kenntnis chemischer Bindungen und Reaktionen.

        Die Schülerinnen und Schüler erwerben vor allem folgende fachspezifische Grundfertigkeiten:

        • Arbeiten mit Denkmodellen und deren Grenzen
        • Ein breiteres Gesichtsfeld für moderne Naturwissenschaften
        • Geschickter und souveräner Umgang mit Chemikalien und Geräten
        • Umgang mit verschiedenen Informationsquellen
        • Korrekte, lebhafte und fachlich fundierte Präsentation der gewonnenen Erkenntnisse

          Die Umwelt prägt uns Menschen - wir Menschen prägen unsere Umwelt.
          Das Thema Naturgefahren eignet sich ausgezeichnet, um diese für die Geografie typische Wechselbeziehung aufzuzeigen. Inhaltliche Vertiefungen finden im Bereich der Physischen Geografie (z.B. Astronomie) sowie in der Kulturgeografie (z.B. Tourismus oder Ethnologie) statt. In regionalgeografischen Blöcken werden Länder (z.B. Australien) oder Regionen beschrieben und analysiert.
          Ein chinesisches Sprichwort besagt: 'Einmal gesehen ist besser als tausendmal studiert'.
          Wir verschaffen uns auf einer mehrtägigen Exkursion und auf Tagesausflügen jeweils ein Bild vor Ort und suchen gezielt das
          Gespräch mit Fachpersonen.
          Fachspezifische Methoden (z.B. Arbeit mit Karten, Luft- und
          Satellitenbildern) fliessen in verschiedene Themen ein. Auf GIS
          (Geografische Informationssysteme) wird in einem eigenständigen Modul vertieft eingegangen.

            Aufbauend auf den im Grundlagenfach erworbenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten setzen wir uns vertieft mit menschlichem Handeln in Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Wir versuchen einen Gegenwartsbezug herzustellen, um neues Geschehen einordnen, beurteilen und eigene Handlungsstrategien entwickeln zu können.

              Als sehr junges Gebiet hat die Informatik in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht und ist in fast alle Lebensbereiche eingedrungen. Im Alltag werden Kenntnisse in dieser Schlüsseltechnik immer unentbehrlicher. Trotz der Schnelllebigkeit einzelner Aspekte dieses Faches beruht der Erfolg der Informatik auf wenigen grundlegenden Konzepten, die wir im Ergänzungsfach thematisieren wollen.

              Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in eine höhere Programmiersprache eingeführt, erwerben Grundkenntnisse über Aufbau und Funktionsweise eines Computers, lernen Roboter steuern und beschäftigen sich mit relationalen Datenbanken.

              Während der EF-Tage befassen wir uns mit Netzwerken und deren Sicherheit.

              Der Unterricht erfolgt so, dass die Arbeitsweise stark von Selbstständigkeit geprägt ist. Häufig wird dabei in Zweiergruppen gearbeitet.

                Das Ergänzungsfach Musik baut auf den Kenntnissen und Fertigkeiten des Grundlagenfaches auf und ist für jene Schülerinnen und Schüler sinnvoll, welche das Grundlagenfach Musik besuchen oder über entsprechende Vorkenntnisse verfügen. Es werden Themen berücksichtigt, für die im Grundlagenfach wenig oder kein Raum vorhanden ist. Von zentraler Bedeutung für den Unterricht ist die praktische Erfahrung im Umgang mit Stimme und Instrument. Das Ergänzungsfach wird mit einer Maturprüfung abgeschlossen.

                Die Schülerinnen und Schüler des Grundlagenfachs und des Ergänzungsfachs nehmen in der Regel an den Chorprojekten und Konzerten der Schule teil.

                Wir setzen uns mit Fragen der Erziehung sowie mit dem Verhalten und Erleben des Menschen auseinander. Folgenden Fragen wird nachgegangen:

                • Inwiefern sind Kinder lern- und erziehungsfähig?
                • Brauchen Kinder Grenzen?
                • Welche sind mögliche Aufgaben der Erziehung?
                • Wie lernen Menschen?
                • Wie kommunizieren Menschen miteinander?
                • Wie entwickelt sich das Kind zum Erwachsenen?


                Die Hauptziele bestehen darin, menschliches Verhalten und Erleben zu verstehen sowie auch Bedingungen, Ziele und Auswirkungen menschlichen Handelns zu kennen.

                Methoden und Arbeitsformen
                Wir setzen uns mit verschiedenen pädagogischen und psychologischen Theorien auseinander und hinterfragen diese auch kritisch. Zudem versuchen wir das Gelernte mit Hilfe von Fallbeispielen auf Alltagssituationen zu übertragen.
                Wir analysieren pädagogisch und psychologisch wichtige Filme, besuchen pädagogische Institutionen, machen Rollenspiele und kleine Experimente.

                  Die Philosophie gehört zu den schönen Tätigkeiten, für die Sie keinerlei Utensilien benötigen und die Sie überall tun können, sogar in aller Öffentlichkeit. Sie brauchen weder ein Labor noch einen Arbeitsplatz; eine Parkbank, eine Bushaltestelle oder ein Strandkorb tun es auch. Philosophieren können Sie mit teuren Laufschuhen an den Füssen, aber auch barfuss. Der Rohstoff der Philosophie und damit alles was Sie brauchen, bringen Sie schon mit: ein gewisses Vorverständnis von sich selbst und der Welt.
                  Mit diesen Vorstellungen von sich selbst und der Welt begeben Sie sich ins Gespräch mit anderen und philosophieren: Was ist die Welt, was können wir von ihr wissen?
                  Ist die Welt so, wie wir sie wahrnehmen? Was ist gut, was schlecht? Was verstehen wir unter „Seele“, „Geist“, „Bewusstsein“? Sind wir frei oder bestimmt durch unsere Gene, unser Unterbewusstsein, die Gesellschaft, die Umwelt oder gar durch ein Schicksal? Worin besteht ein gelungenes glückliches Leben? Was ist gerecht? Was ist Kunst? Wie kommt ein Wort (ein Laut oder ein schwarzes Gekritzel) zu seiner Bedeutung?
                  Was ist der Mensch?

                  Was ist der Mensch?

                   

                  Zur Methode und den Arbeitsformen

                  Dieses Gespräch über sich selbst, über die Welt und den Menschen in der Welt, an dem Sie sich im EF Philosophie beteiligen können, wird schon seit mehr als 2000 Jahren geführt. In diesem Gespräch hat niemand das letzte Wort – weder die Lehrperson, noch bekannte Köpfe aus der Philosophiegeschichte, noch die Schüler und Schülerinnen –, denn Philosophie beschäftigt sich mit Fragen, auf die nicht eine einzige abschliessende Antwort gefunden werden kann. Man muss es aushalten, dass auch nach langem Hinterfragen vieles noch fraglich bleibt.

                     

                    Im Unterricht arbeiten wir mit Gedankenexperimenten (pdf, 33.83 kB) und lassen uns von eigenen Erfahrungen sowie Text-, Bild- oder Filmdokumenten zum Denken anregen. Unsere Methode des Nachdenkens und Argumentierens entwickeln und schärfen wir in der Diskussion und beim Studium anspruchsvoller Texte. Ende Sekunda unternehmen wir eine Exkursion zu einer ausgewählten philosophischen Thematik.
                    Dialogbereitschaft und die Offenheit, alle vorgefassten Meinungen und Selbstverständlichkeiten im Gespräch argumentativ zu prüfen, gehören zu einer philosophischen Auseinandersetzung. Denn Philosophie will die Fundamente der Selbstverständlichkeiten unseres Alltags aufdecken. Das ist bisweilen beschwerlich und allenfalls auf den ersten Blick befremdend und gewöhnungsbedürftig, kann jedoch gerade deswegen in einer grossen inneren Bereicherung resultieren.
                    Jugendliche, die auf der Suche nach Antworten auf grundlegende Fragen des Menschseins sind und keine in Stein gemeisselten Antworten erwarten, sind hier richtig. Wer Lust am Denken und Diskutieren hat und anregende Gedankengänge sucht, kommt hier auf seine Kosten.

                    Das Ergänzungsfach Religionslehre thematisiert das Phänomen Religion, das sehr unterschiedlich erlebt und beurteilt wird.

                    Ziele

                    •  Religionen und religiöse Sprache kennenlernen
                    •  Auseinandersetzung mit religiösen Vorstellungen und religiöser Erfahrung
                    •  Sinn und Unsinn von Religion thematisieren


                    Themen

                    •  Religion als grundlegendes menschliches Phänomen
                    •  Islam
                    •  Christentum
                    •  Buddhismus oder Hinduismus
                    •  Ethische Konflikte und religiöse Vorstellungen
                    •  Dialog zwischen den Religionen
                    •  Gottesvorstellung, religiöse Entwicklung und Religionskritik


                    Arbeitsformen
                    Wir arbeiten mit Originaltexten, Bildern, dem Gespräch unter den KursteilnehmerInnen und mit VertreterInnen der Religionen bzw. religiösen Bewegungen.

                      Im EF Sport lernst du aus praktischen Erfahrungen und mit theoretischen Erkenntnissen das Phänomen Sport kompetent und kritisch zu beurteilen.

                      Eine Auswahl möglicher Themen:

                      • Wirksamkeit eines Krafttrainings verstehen und unterschiedliche Methoden selbst durchführen.
                      • Einfluss der Psyche auf das Sporttreiben erkennen und mit ausgewählten Übungen steuern.
                      • Entstehungsgeschichte der modernen olympischen Spiele erarbeiten und das moderne Sportphänomen verstehen und kritisch beurteilen.
                      • Spielsporttechniken üben und analysieren und Spieltaktiken verstehen.
                      • Neue Bewegungen lernen und auf der Grundlage von Bewegungsmerkmalen und der Biomechanik analysieren.


                      Arbeitsformen
                      Wir arbeiten mit Erkenntnissen aus der Sportwissenschaft, greifen aktuelle Themen auf und vertiefen Inhalte aus dem Grundlagenfach Sport. Wichtig ist die Verknüpfung der Theorie mit praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen Feldern des Sports. Das eigene Sporttreiben wird analysiert und dadurch besser verstanden.

                        Das Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht leistet einen Beitrag zur Bildung eines eigenen Weltbil­des. Das Fach vermittelt den Schülerinnen und Schülern vertiefte Kenntnisse der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Zusammenhänge. Durch den Unterricht sollen sich die Schülerinnen und Schüler der besonderen Bedeutung der wirtschaftlichen und rechtlichen Belange in der heutigen Gesellschaft be­wusst werden, sich eine kritisch positive Einstellung zu den Problemlösungen der Gegenwart und der Zu­kunft aneignen und bereit sein, nicht nur passiv gesellschaftspolitische Prozesse zu verfolgen, sondern auch aktiv mitgestaltend an diesen teilzuhaben.

                        Die jährlichen Fachstudientage bieten den Schülerinnen und Schülern durch den Besuch von Betrieben sowie staatlichen und privaten Akteuren aus Politik und Wirtschaft Gelegenheit, die Umsetzung des im Unterricht gelernten in der Praxis zu erfahren.
                        Betriebsbesichtigung

                        Betriebsbesichtigung