SCHWERPUNKTFÄCHER
In der Tertia beginnt der Unterricht im Schwerpunktfach. Am Gymnasium Hofwil sind das die Fächer Bildnerisches Gestalten, Musik, Philosophie/Pädagogik/Psychologie, Biologie/Chemie und Spanisch.
Mit der Wahl dieses Faches setzt man in der eigenen Ausbildung einen Akzent, denn immerhin nimmt das Schwerpunktfach vier bis fünf Lektionen pro Woche ein.
Gestaltung ist spannend. Manchmal weiss man bei Arbeitsbeginn nicht, wie das Endergebnis aussehen wird. Gestaltung heisst arbeiten, experimentieren, entwerfen, verwerfen, dranbleiben, auch wenn die Idee einem nicht in den Schoss fällt, und entwickeln: aus Linien, Formen, Farben, Bildern, Objekten und Räumen entsteht jedes Mal ein neues, eigenständiges Werk. Gestaltung beginnt oft im Kopf. In den seltensten Fällen ist „die gute Idee“ plötzlich da, vielmehr ist sie das Ergebnis einer geistigen Auseinandersetzung mit sich und seiner Umgebung, den gesteckten Zielen.
Genau hinschauen, neugierig und kritisch
Mit dem Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten wird der grösste Bereich in unserem Wahrnehmungsspektrum ins Zentrum gerückt. Wir lernen die klare Grammatik der visuellen Sprache, sensibel und visuell aufmerksam zu sein und mit einem Erfahrungsschatz an technischem und gestalterischem Handlungsspielraum kreativ und flexibel Projekte anzugehen. Kreative Prozesse sind genauso wichtig wie Maltechniken üben, Konzepte entwickeln, Figuren modellieren, Bilder zu betrachten und Tiefdrucke zu gestalten. Das Verständnis für unsere gestaltete Umwelt und deren kulturelle Zusammenhänge erschliessen wir uns durch die Auseinandersetzung mit Kunst- und Kulturgeschichte und mit Werken der zeitgenössischen Kunst.
Projekt "Bild in der Landschaft"
- Bildergalerie "Ausstellungen im öffentlichen Raum"
- Bildergalerie "Gestalterische Arbeiten"
- Bildergalerie "Raum+Design"
- Bildergalerie "Unterricht"
- Bildergalerie "Kunstwoche"
Voraussetzungen
Ein grosses Interesse am Gestalten sollte man auf jeden Fall mitbringen. Wer viel und gern von sich aus gestalterisch arbeitet, ausserdem geistig beweglich und neugierig ist, der ist im Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten am richtigen Ort. Beharrlichkeit und ein breit gefächertes Interesse an ganz unterschiedlichen Arten von Kunst und Gestaltung sind ebenfalls wichtige Grundlagen.
So arbeiten wir
Jedes Unterrichtsjahr hat einen eigenen Schwerpunkt. In der Tertia steht das Bild im Zentrum, in der Sekunda der Raum, in der Prima die Zeit. Die Jahresarbeit erlaubt in der Tertia ein individuelles Bild-Projekt, verbunden mit persönlichen Besprechungen. Die gestalterischen Grundlagen werden sowohl digital, mit Medien, wie auch traditionell mit Handwerk vermittelt. In der Sekunda steht die Arbeit mit Raum und Objekt, Plastik und Skulptur im Vordergrund. Aber auch Design und Architektur sind Themen der Gestaltung im Atelier „Raum+Design“. Und wir besuchen gemeinsam während einer Studienwoche Basel, die Stadt mit dem dichtesten Kunst- und Museumsnetz in Europa. Und schliesslich schulen wir unsere Wahrnehmungs- und Urteilskraft im Dialog mit zeitgenössischen Gestalterinnen und Gestaltern oder an Werken aus vergangenen Epochen. In der Prima erfolgt eine individuelle Vertiefung in einem Kunstbereich mit Recherche und Projekt sowie gemeinsamen Zeit- und Prozessthemen in Kunst, Film und Animation.
Wir untersuchen, wie Leben funktioniert und was ein Organismus braucht, um zu gedeihen. Auch die unbelebte Natur beschäftigt uns. Substanzen, mit denen wir im Alltag zu tun haben, lernen wir in unseren Experimenten kennen und verstehen. Besonders spannend ist es, das Zusammenspiel der Organismen und Stoffe in einem Ökosystem - zum Beispiel in einem See oder in einem Wald - zu erforschen.
Voraussetzungen
Das Wichtigste ist Neugier, verbunden mit der Freude am Beobachten. Naturwissenschaften sind immer mit Theorie verbunden, und man sollte deshalb auch ein Interesse an Abstraktion mitbringen. Für die praktische Arbeit sind Geduld und Hartnäckigkeit gute Helfer.
Womit wir uns beschäftigen
Die Arbeit in beiden Fächern geht häufig von Experimenten und Erfahrungen aus und mündet in Modellbildung und Reflexion. Sie kann am Alltäglichen ansetzen, wie etwa bei der Gehaltsbestimmung von Kalk in Eierschalen oder der Herstellung von Heilmitteln im Labor. Sie kann den genauen Blick für das Verhalten einzelner Lebewesen schulen, zum Beispiel bei der Beobachtung von Kammmolchen im Auried. Manchmal steht aber auch die anspruchsvolle Untersuchungsmethode als solche im Vordergrund, zum Beispiel, wenn wir ein Populationswachstums am Computer simulieren.
In einigen Themenbereichen arbeiten beide Fächer Hand in Hand. Wenn wir zum Beispiel etwas über die Wasserqualität des Moossees erfahren wollen, dann nehmen wir mit Booten Wasserproben in unterschiedlicher Tiefe und bestimmen anschliessend im Labor mit chemischen Methoden deren Sauerstoffgehalt. Die Daten werten wir aber auch im Hinblick auf ihre biologische Bedeutung aus. Oder wir sammeln die Lebewesen in einem Gewässer und untersuchen auch die anorganischen Stoffe. Beide geben uns wichtige Hinweise über den Zustand des Systems.
Arbeitsweise, Lernsituationen mit Aussenkontakten
Nicht jede Frage, mit der wir uns beschäftigen, ist auf den ersten Blick spannend. Das Verstehen setzt viel Fachwissen voraus, das wir uns aneignen müssen.
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis erleben wir in der Laborarbeit, aber auch an ausserschulischen Lernorten: Eine Woche Meeresbiologie führt uns nahe an den Ursprung des Lebens und zeigt gleichzeitig Zusammenhänge auf, die unseren Lebensraum bedrohen können.
Extraktion von Zucker aus Zuckerrüben
Und nach der Matur?
Unser Schwerpunktfach ist breit angelegt und führt nicht ausschliesslich zu naturwissenschaftlichen Studiengängen oder in die medizinische Ausbildung (Humanmedizin, Veterinärmedizin, Physiotherapie), aber natürlich ist dieser Unterbau von Vorteil. Das Wissen und die Einsichten, die erworben werden, haben zudem einen eigenständigen Bildungswert: Sie tragen wesentlich dazu bei, dass wir bei den wichtigen gesellschaftlichen Fragen der Zukunft kompetent entscheiden können. Denn wir lernen, die Zusammenhänge zu sehen, die sich aus der wissenschaftlichen Erkenntnis ergeben.
Musikunterricht soll anspruchsvoll, professionell und auch fordernd sein. Er soll einerseits als "Kunstfach" Grundlagen und Einblicke in die abendländische Musikkultur ermöglichen, anderseits soll er aber auch Inhalte vermitteln, welche einen Bezug zur Lebens- und Erfahrungswelt der GymnasiastInnen aufweisen. Das Fach Musik erschliesst dem Jugendlichen neue musikalische Kulturen. Es erklärt die musikalische Umwelt, nimmt die ganze Breite der musikalischen Erscheinungsformen zum Thema und behandelt exemplarisch alle wichtigen musikkulturellen Erscheinungsformen von der historischen Kunstmusik über die Musik anderer Kulturen bis zu Rock, Pop, Jazz usw. Von zentraler Bedeutung für den Unterricht ist die praktische Erfahrung im Umgang mit Stimme und Instrument.
Regelmässig treten wir mit grösseren Chorprojekten und Konzerten an die Öffentlichkeit.
Die nächsten Konzertdaten finden Sie unter Aktuell/Vorschau.
Instrumentalunterricht für Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunktfach Musik
Der Unterricht in einem Instrument ist ein wesentlicher Teil des Schwerpunktfachs Musik. Er dient der individuellen Förderung der Studierenden auf ihrem Instrument. In diesem Sinne wird er, integriert in den Stundenplan, teilweise auch von Instrumentallehrerinnen und Instrumentallehrern des Gymnasiums erteilt. Wählbar sind alle Instrumente aus den Bereichen klassische Musik und Jazz.
Auswärtiger Instrumentalunterricht
Instrumentalunterricht als ein Teil des Schwerpunktfaches kann am Gymnasium oder an einer Musikschule belegt werden.
Der am Gymnasium angebotene Instrumentalunterricht umfasst Gesang (klassisch und Musical), Klavier, Jazzpiano, Violine, Viola und Querflöte. Andere Instrumente werden am Gymnasium nicht unterrichtet.
Alle Schülerinnen und Schüler spielen einmal pro Jahr am Gymnasium vor. Die Notengebung im Instrument stützt sich sowohl auf die Beurteilung der auswärtigen Lehrerin oder des auswärtigen Lehrers als auch auf die Beurteilung des Vorspiels durch die anwesende Fachjury. Die Note wird zu einem Drittel an die Schwerpunktfachnote gezählt.
Finanzielle Regelung
Bei internem Unterricht findet der Instrumentalunterricht im Rahmen des Stundenplanes statt und ist als Teil des Schwerpunktfaches unentgeltlich. Auch für den Unterricht im Umfang einer Lektion bei einer Instrumentallehrerin oder einem Instrumentallehrer an einer Musikschule übernimmt das Gymnasium die Kosten. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der Musikschule und dem Gymnasium.
Drei Perspektiven und ein Fach
Drei unterschiedliche Wissensgebiete treffen in diesem Fach aufeinander und ergänzen sich. Gemeinsam ist ihnen das Interesse am Menschen – an seiner Individualität, seinen einzigartigen Möglichkeiten, aber auch an seiner Stellung in der Welt.
Für wen?
PPP richtet sich an neugierige junge Menschen, die gerne über sich, andere und über Fragen des Lebens nachdenken. Wer sich auf diese Arbeit einlassen möchte, sollte Offenheit und Gesprächsbereitschaft mitbringen, denn wir knüpfen immer wieder an die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen an. Wichtig ist zudem die Lust am Denken – wir lesen und diskutieren unter anderem auch anspruchsvolle Texte, die uns helfen, Theorien zu verstehen.
Pädagogik
Dass Kinder erzogen werden müssen, scheint selbstverständlich zu sein. Aber es gibt unterschiedliche Vorstellungen darüber, was richtige Erziehung ist und welche Entwicklungsziele anzustreben sind. In der Pädagogik setzen wir und primär mit Themen wie Aufgaben der Erziehung, Erziehungsstile und Erziehungsziele auseinander. Weiter behandeln wir spezielle Themen wie Behinderung und Gewalt.
Philosophie
Die Philosophie interessiert sich für Fragen, die seit zwei Jahrtausenden immer wieder gestellt werden. Ohne vorgefasste Meinung versuchen wir zu ergründen, was uns bewegt: Was ist die Welt, was können wir von ihr wissen? Was ist gut, was schlecht? Was verstehen wir unter „Seele“, „Geist“, „Bewusstsein“? Sind wir Menschen frei? Dabei stellen wir mehr Fragen als wir endgültige Antworten erhalten und machen auch vor der Infragestellung alltäglicher Selbstverständlichkeiten keinen Halt.
Unsere Methode des Nachdenkens und Argumentierens entwickeln und schärfen wir in der Diskussion und beim Studium anspruchsvoller Texte. Hierfür ist es wichtig, dass wir die Dinge klar benennen, dabei hellhörig für unsere eigene Ausdrucksweise sind.
Wahrnehmung - Subjektivität
Psychologie
Die Psychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten und Erleben des Menschen. Warum hat z. B jemand Angst, sobald er sich allein fühlt, während ein anderer am liebsten für sich allein ist? Kann man seine Gefühle steuern? Darauf gibt es selten eine einzige Antwort. Deshalb arbeiten wir uns in psychologische Theorien und Modelle ein, um diesen Phänomenen auf die Spur zu kommen. Und wir fragen nach dem Menschenbild, das ihnen zugrunde liegt.
Praxisorientiertes Lernen und Aussenkontakte
In die Ausbildung integriert sind eigene Experimente und ein mehrtägiges Praktikum in einer heilpädagogischen Institution. Die Experimente bieten die Chance, sozialwissenschaftliche Methoden in einem eigenen Projekt anzuwenden. Das Ziel des Praktikums ist es, im Bereich der Behindertenpädagogik eigene Erfahrungen zu sammeln und mit Hilfe der Theorie zu reflektieren.
Zudem knüpfen wir Kontakte mit Experten, z.B. sprechen wir mit Fachleuten aus der Erziehungsberatung und der Psychotherapie.
Und nach der Matur?
Wer gelernt hat, klar zu denken und fragend in der Welt zu stehen, menschliches Verhalten zu beobachten, auch das eigene, der hat sich ein gutes Rüstzeug erworben. Er wird sich offen und engagiert den Aufgaben in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft stellen können – ganz gleich, ob er in Forschungsteams arbeiten, eine Führungsposition einnehmen oder kreativ tätig sein will. Deshalb eignet sich PPP sehr gut als Vorbereitung auf jedes wissenschaftliche Studium an einer Universität, und auch in anderen Berufsfeldern wie Pädagogik, Sozialarbeit, Gesundheit schafft es einen sicheren Boden.
Der Unterricht im SF Spanisch vermittelt Kenntnisse in der am
dritthäufigsten gesprochenen Weltsprache.
Die SchülerInnen werden in der Lage sein, sich in der
spanischsprachigen Welt zurechtzufinden. Sie sollen auch eine
Beziehung zur reichen und vielfältigen Kultur Spaniens und
Lateinamerikas gewinnen und zur direkten Begegnung mit
bedeutenden Werken der spanischen und lateinamerikanischen
Literatur befähigt werden.
Der Spanischunterricht vermittelt die Kenntnis neuer Sprachstrukturen mit zugehöriger Grammatik, und er befähigt dazu, das Spezifische dieser Sprache im Vergleich mit anderen Sprachen zu erfassen.
Das Schwerpunktfach Spanisch beginnt in der Tertia und setzt keine speziellen Vorkenntnisse voraus. Das Hauptgewicht liegt auf dem Spracherwerb und der Kommunikationsfähigkeit.
Du brauchst keine Vorkenntnisse!
Was kann man in 3 Jahren erreichen?
- In Alltagssituationen zu kommunizieren
- Die Kultur, Geschichte, Kunst, Geografie der spanischen und lateinamerikanischen Welt kennen zu lernen
- Eine vielfältige Literatur auf Spanisch zu lesen
- Kompetent mit Spanischsprechenden in der ganzen Welt zu kommunizieren
Wie erreicht man das? durch...
- moderne Lehrmittel
- Übung von Alltagssituationen
- Partnerarbeit, Gruppenarbeit
- Internet
- Lektüre
- diverse Veranstaltungen: Kino, Theater,Tanz, Museen, Zeitungen, Musik, Filme
- einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Spanien, mit Unterricht, Ausflügen, Verpflegung und Übernachtung in einer Familie. (Wann: In den Wochen 27 + 28, am Ende des Sekundajahres. - Wo: In Salamanca, Valencia, Sevilla, Cádiz oder Barcelona. - Wer organisiert: die Schüler/innen mit der Spanischlehrkraft)
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